Fibromyalgie - den springenden Schmerz ausschalten

Eine Erkrankung, die kaum behandelbar erscheint. Wir haben jedoch die Möglichkeit, bei Fibromyalgie zu helfen. Der Schmerz kann durch Schmerzpunktpressur langsam abgebaut werden.

Die Fibromyalgie wird auch als generalisierter Weichteilrheumatismus bezeichnet und betrifft meist Frauen im mittleren Alter. Das Krankheitsbild ist vielfältig und lässt sich schlecht einordnen, zumal objektive, diagnostische Kriterien im Labor oder Röntgenbild fehlen. Ganz ungewöhnlich in der klassischen Medizin, verlangt man für die Diagnose der Fibromyalgie die Empfindlichkeit von Druckpunkten, so genannten "tender points", die allerdings wechseln können. Es sollen mindestens 11 von 18 sein.

Fibromyalgie - Schmerzen am ganzen Körper möglich, Schmerztherapie ZürichFibromyalgie - Schmerzen am ganzen Körper möglichDie von verschiedenen Fachrichtungen gemachten unterschiedlichen Vorschläge zur Therapie lassen schon vermuten, dass wir es hier oft mit vergeblichen Versuchen zu tun haben, wenigstens ein Minimum an Linderung zu erreichen.

Nun mag es kein Zufall sein, dass die oben erwähnten "tender points" in unserer Theorie zur Schmerzausschaltung eine grosse Rolle spielen. Entsprechen sie doch in etwa den Regionen, die auch uns wesentlich erscheinen. Unser Verständnis der Schmerzentstehung sagt, 90% aller Schmerzen stammen aus dem Bindegewebe oder genauer gesagt aus dem Muskel-Sehnen-System. Das muskeldynamische Gleichgewicht ist gestört, und solange dies der Fall ist, wird der Körper mit Schmerz reagieren. Ein sehr starker Hinweis für die Richtigkeit dieser These ist die Tatsache, dass sich der Schmerz durch unsere Therapie immer drastisch reduzieren lässt.Fibromyalgie - manchmal ist jede noch so leichte Berührung unerträglich, Schmerztherapie ZürichFibromyalgie - manchmal ist jede noch so leichte Berührung unerträglich

Diese Betrachtungsweise wirft ein völlig neues Licht auf das Verständnis der Fibromyalgie. Das hiesse, diese ominöse Krankheit ist nichts weiter als eine stark ausgeprägte oder sogar universelle Fehlspannung der Faszien und Bänder. Deshalb sind Entzündungszeichen auch nicht typisch und es fehlt jeder Hinweis auf eine Schädigung bei Knochen und Gelenken. Einer der wenigen Ratschläge, die bei Fibromyalgie Erleichterung verschafft, ist der, sich möglicht viel zu bewegen. So werden Muskulatur und Sehnen weich gehalten.

Die meisten Patientinnen sind so empfindlich, dass auch nur die leiseste Berührung einen unerträglichen Schmerz auslöst. Es ist deswegen verwunderlich, wenn wir überhaupt unsere doch ziemlich schmerzhafte Punktpressur anwenden können. Doch der Druck auf die besonderen Punkte scheint auszuhalten zu sein, ähnlich wie bei anderen auch. Überraschend und positiv ist die Erfahrung, dass ein intensiver, stechender Schmerz nach ein paar Sekunden nachlässt und schliesslich ganz verschwindet. Das ist etwas Neues. Das gibt Hoffnung und führt zu einer positiven Einstellung.

Die Behandlung wird ein wenig mehr Zeit in Anspuch nehmen. Erstens, weil mehrere verschiedene Regionen therapiert werden müssen, und zweitens, weil die Krankheit springt und sich der Schwerpunkt von einer Sitzung zur nächsten verschieben kann. Es ist eben eine generalisierte Erkrankung. Das Bindegewebe als komplexes Organ ist in seiner Gesamtheit betroffen. Da das System eine Einheit bildet, haben auch die positiven Veränderungen einer Region Einfluss auf die gesamte bindegewebige Struktur.

Bei den Übungen ist es wichtig, möglichst alle wichtigen Bindegewebsfaszien mit einzubeziehen. Die Geschmeidigkeit dieser alles verbindenden Faszienhüllen kann die Schmerzen einschränken. Der Rat, sich möglicht viel zu bewegen und Sport zu betreiben, wird von jedem gegeben, der sich mit diesem Krankheitsbild beschäftigt. Ein kleiner Unterschied besteht dennoch. Meiner Meinung nach geht es nicht um Stärkung der Muskulatur oder um allgemeine Bewegung. Es geht um die Geschmeidigkeit und Gleitfähigkeit der Hauptbänder und Faszien. Die Übungen sind deshalb einfacher und weniger anstrengend. Wenn man sich vor Augen hält, dass die grossen Faszienbänder den grössten Teil unserer im Körper gespeicherten Kraft wie in gewaltigen Federn in sich tragen, wird deutlich, warum schlaffe Faszien nur in einem müden Körper sein können. Müdigkeit, Beweglichkeit und Schmerz sind Ausdruck unserer Faszienbeschaffenheit.

 

 

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