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Muskelgesetz 4

Hinten sind (immer) die Schmerzen

Der überdehnte, auseinander gezerrte, (verlängerte) Muskel schmerzt (hinten), der verkürzte schmerzt nie (vorne)

Die vorderen Muskeln bleiben völlig unauffällig

Es ist schon merkwürdig, dass wir von den vorderen, verspannten Muskeln so wenig spüren. Wenn wir etwas merken, dann ist es nicht die Verkürzung oder Verspannung. Beim inneren Lendenmuskel (Hüftbeuger) kann manchmal die verkürzte Sehne in der Leiste spannen oder sie scheuert auf der Hüftgelenkskapsel und macht dann Schmerzen seitlich über dem Hüftgelenk. Ein anderes Beispiel: im Bereich des Brustkorbes findet man gelegentlich Muskeln die auf den Rippen kleben (durch Inaktivität). Dadurch sind sie in der Bewegung eingeschränkt und schmerzen bei Belastung. Sonst ist alles ruhig und unauffällig.

Sie schmerzen auch bei Belastung nicht

Der zusammengezogene, verspannte Muskel schmerzt nicht. überzeugen Sie sich selbst. Drücken Sie so fest und solange Sie können einen Gummiball oder ein Radiergummi in Ihrer Faust. Sie werden müde, aber es tut nicht weh.

Warum proben Sie immer wieder den Versuch in einer mittelalterlichen Folterkammer?

Für das Gegenteil, der Streckung des Muskel-Sehnen-Apparates gibt es ein Beispiel, eine Szene, die man sich zudem gut merken kann. Es spielt in einer mittelalterlichen Folterkammer. Die einfachste Methode, einen Delinquenten zu einer Aussage zu zwingen, war das Strecken der Extremitäten und diese Methode war auch ziemlich erfolgreich. Können Sie sich vorstellen, dass ein Opfer darum gebeten hat oder damit einverstanden war, ihn oder sie weiter auseinander zu ziehen, um die Schmerzen zu lindern?

Eine groteske Frage, meinen Sie? Wohl kaum. Denn schliesslich machen Millionen Schmerzgeplagte genau das jeden Tag oder lassen das von ihren Therapeuten machen. Die hintere, schmerzende Muskulatur wird auseinander gezogen (weil man eben spürt, sie ist verspannt). Aber Sie haben ja bisher diesen Zusammenhang nicht gewusst.

Der Begriff Verspannung ist nicht klar definiert

Führte sprachliche Unklarheit zu der tragischen Verwechslung?

Es ist auch ziemlich verwirrend. Vielleicht steckt ein semantisches (sprachliches) Missverständnis hinter der allgemeinen Fehldeutung. Unter einem verspannten Muskel werden sich die meisten Menschen einen zusammengezogenen, kontrahierten, verkürzten vorstellen. Die Lösung für dieses Problem liegt auf der Hand (denken Sie). Man muss einfach, den Muskel auseinander ziehen, um ihn zu entspannen. Es war vielleicht der Teufel, der es so eingerichtet hat, dass nur der schon überdehnte, auseinander gerissene Muskel jedem Betroffenen eindeutig das Gefühl gibt, dieser sei (verkürzt) verspannt.

Die überdehnten Muskeln werden noch weiter auseinander gezogen

Die Konsequenz ist unausweichlich. Zur Erlösung müssen diese Muskeln offensichtlich noch weiter auseinander gezogen werden ("gedehnt"). Das bedeutet manuell walken, kneten, drücken und ziehen. Daher also die frustrierenden und vergeblichen Bemühungen, die nur vorübergehend ein bisschen Linderung versprechen und folgerichtig bei Medikamentenkonsum und oft auch im OP-Saal enden.

Ein bisschen Umdenken führt zu der richtigen Lösung aus der Schmerzfalle.

Gleichzeitig den vorderen Muskel dehnen (verlängern) und den hinteren verkürzen, also schrumpfen lassen.

Auf die Balance kommt es an, wie so oft im Leben.

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Dr. J. A. Stuckensen
Giesshübelstrasse 66
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Web: www.schmerztherapeut-zuerich.ch