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Wie können wir Fehler im System finden?

Wenn irgendetwas nicht so funktioniert, wie wir es gewohnt sind, neigen wir dazu, Vermutungen anzustellen. Wo liegt der Fehler? Was ist die Ursache? Je besser wir ein System kennen, je mehr Fehlerquellen uns bewusst sind, desto vorsichtiger werden wir mit unserer Entscheidung sein.

Mit moderner Technik kennen wir uns ganz gut aus

Wenn zum Beispiel ein Elektrogerät nicht funktioniert, könnte das Gerät selbst defekt sein, die Sicherung im Gerät durchgebrannt sein, der Strom gar nicht das Haus versorgen, das ganze Quartier könnte im Dunkeln liegen und so weiter. Wir werden es prüfen und schnell herausfinden.

Bei der Natur wird es schon schwieriger

Wenn ein Gletscher schmilzt, kennen Sie die heftigen Diskussionen um die Ursachen. Nur mit dem Gletscher selbst hat es wahrscheinlich nichts zu tun. Die Ursache liegt wohl weiter entfernt. Wir müssen also versuchen, das infrage kommende System möglichst gut zu verstehen.

Wo spüren wir unseren Schmerz?

Wie ist das mit dem Schmerz, den wir verspüren? Wo kommt der her? Hier lassen wir uns ein wenig übertölpeln, weil wir nicht ganz objektiv darüber urteilen können. Wir selbst sind nämlich sicher, genau zu wissen wo der Schmerz her kommt. Und es geht noch weiter: Da wo wir den Schmerz empfinden, vermuten wir auch logischerweise, dass dort etwas defekt ist.

Von Fachleuten werden wir selten aufgeklärt

Die Fachleute, die es eigentlich besser wissen sollten, gehen willig darauf ein und versuchen mit allen Mitteln, an der Stelle etwas zu finden, an der auch der Schmerz auftaucht. Hier wird nicht systemkonform gedacht. In komplexen Systemen können wir sogar davon ausgehen, dass die Störung in einer der vielen Zwischenstationen zu finden ist und nicht ausgerecht an der Endstelle. Wir brauchen eben zur Beurteilung mehr Wissen, ein grösseres Verständnis für einen unter Umständen komplexen Umstand. In der jüngsten Vergangenheit haben wir gelernt, dass wir auch den Experten  nicht trauen können, weil sie übergeordneten Interessen (sprich Umsatz und Gewinn) verpflichtet sind.

Der Mensch, eine Einheit

Der Mensch muss als ein gesamtes, komplexes Wesen betrachtet werden. Alle Teile hängen zusammen und die Funktionen der einzelnen Bereiche sind miteinander verwoben. Ausgleich und Harmonie sind wichtig. Damit steigt der Grad des Wohlbefindens und auch das der objektiven Gesundheit. Ein guter Massstab ist das Funktionieren. Wenn alles klappt, sind wir gesund. Das ist das Mindeste, worauf wir achten müssen.

Die Menschheit und die Gesellschaft - auch eine Einheit?

Wenn wir bei der Interpretation unserer eigenen Eigenschaften und Fähigkeiten Schwierigkeiten haben, kann es sinnvoll sein, in unsere eigene Vergangenheit zurückzublicken. Das erfordert recht komplexe Überlegungen: Zu welchem Zweck sind wir so gebaut, wie wir sind? Welche Eigenschaften waren über Hunderttausende von Jahren so wichtig, dass sie bis jetzt noch erhalten sind? Welche Forderungen der damaligen Natur können wir straflos so ohne weiteres umgehen?

Wir kommen dann zu dem Ergebnis, dass weit zurückliegende Ereignisse und Eigenschaften noch heute auf uns reflektieren, und auch nicht so leicht verschwinden werden (in uns steckt der Savannenmensch), ja, dass sie in den heute unterschiedlichen Kulturen die Menschen kollektiv binden (Nahrungsgewohnheit).

Zu viele falsche Informationen führen zu Stress

Die Welt ist sehr zusammengerückt, der internationale Austausch beschleunigt sich jeden Tag. Wir übernehmen aus anderen Kulturen und wir geben von unserer eigenen Kultur. Das ist eine ziemliche Belastung. Unser Körper, unser Geist und unser Verstand müssen eine ungeheure Menge an neuen Daten täglich verarbeiten. Es ist gar nicht so einfach, sich daran zu gewöhnen. Im Eiltempo müssen wir neue Prüfverfahren im Körper erfinden und einsetzen, laufend neue Antikörper bilden und Strategien ausarbeiten, wie wir wichtige von unwichtigen Informationen unterscheiden. Wir nehmen Nahrungsmittel zu uns, deren Namen wir vor zehn Jahren noch nicht einmal gehört haben. Wir bekommen fertig zubereitete Nahrung vorgesetzt, von denen wir nicht im Entferntesten wissen, was darin enthalten ist. Unser Lebensrhythmus beschleunigt sich und wir haben keine klare Trennung mehr vom Tag und Nacht. Wir versuchen uns daran zu gewöhnen, innerhalb von ein paar Stunden mit völlig anderen Klimaverhältnissen zurecht zu kommen, weil wir kurz mal auf die andere Seite der Welt reisen müssen.

Anstelle der erhofften Sicherheit in einer modernen Kultur sind wir quasi wieder in einen Urwald zurück katapultiert, wo wir allen möglichen Gefahren ausgesetzt sind. Nur sind es keine wilden Tiere mehr oder Witterungsverhältnisse, sondern es ist ein Bausch von Fehlinformationen, Fake-News und Lügen. Das führt zu Unsicherheiten und Ängsten. Die daraus entstehenden Verspannungen erleben Sie gerade selbst.

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[Projektion des Gehirns]

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