Schlafposition

Erst mal den ganzen Körper gerade ausrichten

Vor dem Einschlafen legen Sie sich bitte auf eine Seite und strecken die Beine in einer Linie gerade aus. Sie liegen also kerzengerade wie ein Streichholz. Den Kopf können Sie auf ein nicht allzu dickes Kopfkissen legen. Oder besser noch, Sie winkeln den unten liegenden Arm soweit nach oben an, dass Sie bequem mit Ihrem Kopf auf Ihrem Oberarm schlafen können. Diese Stellung ist die ersten paar Tage ziemlich unkomfortabel. Falls keine Einschränkung im Schultergelenk besteht wird es bald bequemer werden.

Kopf weiter nach hinten

Es geht auch darum, die Halswirbelsäule daran zu gewöhnen, sich wieder gerade auszurichten. Der übliche Bogen von der Brustwirbelsäule zum Kopf sollte wieder gerade verlaufen (wenigstens zeitweise) damit die Blutgefässe und das Rückenmark sich von dem permanenten Abknicken erholen können. Ausserdem wird der Energieaustausch in der Längsachse des Körpers weniger behindert.

Kein Winkel zwischen Becken und Oberschenkel

Achten Sie darauf, dass die Hüfte nicht eingeknickt ist. Vor allem das untere Bein sollte ziemlich gerade oder gar ein wenig in der Hüfte nach hinten gewinkelt sein. Das obere Bein positionieren Sie so, dass der obere Fuss neben dem unteren oder ein wenig vor dem unteren liegt. Wenn es geht, sollte auch dieses Bein gestreckt sein. Der obere Fuss liegt genau vor dem unteren Fuss. Er kann aber auch, gerade die ersten Tage, ein wenig weiter nach vorne gelagert werden, bis eine halbstabile Seitenlage ohne angewinkeltes Knie erreicht ist.

Oberer Arm nach hinten

Nun nehmen Sie den oben liegenden Arm nach hinten auf den Rücken und lassen Ihren Handrücken über Ihrem Gesäss auf die Matratze gleiten. Entspannen Sie die Schulter, damit der Arm bequem nach unten sinken kann bis auf die untere Pohälfte. Wenn das unangenehm ist, bedeutet das, Ihr Schultergelenk ist nicht beweglich genug und wird Ihnen irgendwann Schwierigkeiten machen. Hier üben Sie schon einmal eine leichte Lockerung.

Schulter nach auswärts (hinten) drehen

Der Oberkörper wird sich dann ein wenig nach hinten drehen und so auch die Spannung vorne am Brustkorb reduzieren. Sie liegen jetzt ein wenig geschraubt da. Die Hüfte ist weiter nach vorne gedreht als die Schulter. Dadurch entsteht eine leichte Rotationsspannung der Wirbelsäule. Diese wird dadurch endlich einmal angenehm entlastet, da wir im Alltag selten eine Seitwärtsdrehung machen. Der Brustkorb wird gedehnt und das Herz aus der üblicher weise beklemmten Lage, der bequemen Embryonalstellung, mit zwei Armen vor dem Brustkorb, befreit. Auch der Bauchraum wird jetzt stärker geöffnet und nimmt die äussere Spannung aus dem Verdauungssystem.

Nur die ersten Nächte unangenehm

Wenn Sie immer wieder vor dem Einschlafen so liegen, wird sich Ihr Körper langsam an diese Position gewöhnen, die Entspannung geniessen und die Spannungsstrassen lösen und ausgleichen.

Lassen Sie sich nicht dadurch entmutigen, dass Sie im Anfang von gleich mehreren Teilen Ihres Körpers die Aufforderung bekommen die merkwürdige Lage schleunigst zu beenden. Solange Sie die ersten Tage noch verspannt sind, werden Sie diese Lage als unbequem und instabil empfinden. Wenn Sie sich daran gewöhnt haben, alle Muskeln zu entspannen und locker zu lassen, werden Sie leicht und bequem in dieser Haltung verharren können. Im Anfang wird dies nicht nur ungewohnt sondern auch ungemütlich erscheinen.

Bald schon werden Sie die wohlige Entspannung geniessen

Mit der Zeit werden Sie sich daran gewöhnen und die wohlige Entspannung mit der Öffnung des Brustkorbes, der leichteren Atmung und der einfacheren Blutversorgung durch das weniger eingedrückte Herz im gesamten Körpers geniessen.

Die beiden wesentlichen Vorteile dieser Lage sind die nicht abgeknickte Hüfte (Entspannung der vorderen inneren und äusseren Bauchmuskulatur) und die Befreiung des Brustkorbs (Dehnung der vorderen Brustmuskeln, die Ihre Schultern nach vorne ziehen).

Beine möglich lange gerade lassen, Knie nicht anziehen

Aber schon beim flachen Liegen auf dem Rücken sollten Sie darauf achten, so wenig wie möglich die Beine anzuziehen, auch oder gerade, wenn Sie wach sind. Denn durch die Aufforderung des inneren Lendenmuskels (m. psoas) „Zieh doch die Knie an, das ist viel bequemer“ werden Sie fremdbestimmt. So werden wir alle in unerträglicher Weise tyrannisiert, ohne dass wir das überhaupt irgendwie wahrnehmen. Dieser Tyrannei sollten wir möglichst wenig die Chance geben und daher dafür sorgen, dass unsere Beine auch im Liegen so wenig wie möglich in der Hüfte und im Knie angewinkelt sind. Versuchen Sie bitte einen noch so kleinen Winkel zwischen Becken und Oberschenkel zu vermeiden. Im Anfang ist dies ungewohnt. Aber mit der Zeit werden Sie sich daran gewöhnt.

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